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Gad Beck mit Schal und Hut sitzt an einem Bistrotisch mit drei leeren Kaffetassen. Er hält einen zusammengefalteten Zettel in einer Hand, während die andere Hand mit abgespreizten Fingern von sich weist. Gad Beck schaut in die Kamera, die ihn durch das Schaufenster von außen fotografiert.

Die Freiheit des Erzählens

Das Leben des Gad Beck

Ein Film von Carsten Does und Robin Cackett

Gad Beck (1923-2012) war ein begnadeter Erzähler. Er war zehn Jahre alt, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, und mit neunzehn wurde seine große Liebe Manfred Lewin nach Auschwitz deportiert. Als „jüdischer Mischling“ wurde Gad Beck 1943 in dem Berliner Sammellager Rosenstraße interniert und nach den einzigartigen Protesten nichtjüdischer Angehöriger wieder freigelassen. Während der letzten beiden Kriegsjahre organisierte er als Leiter des „Chug Chaluzi“ das Überleben zahlreicher im Untergrund lebender Juden.

Wie wird Geschichte erinnert und erzählt? Wie wird ein Zeitzeuge durch die Nachgeborenen inszeniert und wie inszeniert er sich selbst? Ein Film über die bisweilen fließenden Grenzen zwischen Wahrheit und Legende und über die Aufarbeitung von Geschichte in den unterschiedlichsten Medien. Ein Film über die Auseinandersetzung zwischen den Generationen, über Neugierde, Takt und Koketterie. Ein Film über alltäglichen Heldenmut und schwule Liebeslust in einer mörderischen Zeit.

Die Freiheit des Erzählens
Das Leben des Gad Beck
Deutschland 2006, 100 Minuten

Mit den Zeitzeug*innen Gad Beck, Miriam Rosenberg (geb. Beck), Hans-Oskar Löwenstein, Jizchak Schwersenz und Zvi Aviram

Autoren: Carsten Does und Robin Cackett
Kamera: Frank Kranstedt, Montage: Susanne Foidl

Eigenproduktion der Autoren

Ausgezeichnet als bester europäischer Langfilm der 17. Lesbisch-Schwulen Filmtage Hamburg

„Mein Leben kann nur Steven Spielberg verfilmen, verzeiht mir, verzeiht mir."

— Gad Beck

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Gad Beck und Zwillingsschwester Miriam als Kinder auf einer historischen Schwarzweiss-Fotografie.

Gad Beck ist wohl eine der schillerndsten und facettenreichsten Persönlichkeiten deutsch-jüdischer Zeitgeschichte.

Als homosexueller jüdischer Jugendlicher überlebte Gad Beck den Nationalsozialismus. Zu einem Schlüsselerlebnis geriet ihm die Deportation seines ebenfalls jüdischen Liebhabers Manfred Lewin. Die Familie Lewin überlebte den Holocaust nicht: Alle Familienmitglieder wurden in Auschwitz ermordet.

Wie wird Geschichte erinnert und erzählt? – Ein Film über einen schwulen Zeitzeugen und jüdischen Widerstand

„Die Ereignisse um die Rosenstraße machten eins für mich klar: Ich warte nicht, bis wir deportiert werden."

— Gad Beck

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